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Arterienverkalkung verändert das Herz auch bei gesunden Menschen

Arterienverkalkung verändert das Herz auch bei gesunden Menschen


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Veränderungen in Struktur und Funktion des Herzens durch Atherosklerose

Selbst bei Personen ohne Herzschwäche oder einen zurückliegenden Herzinfarkt scheint es einen Zusammenhang zwischen Atherosklerose (Arterienverkalkung) und Veränderungen in der Struktur und Funktion des Herzens zu geben.

Bei der aktuellen Untersuchung der Forschungsgruppe um Professorin Dr. Vanessa Xanthakis von der Boston University School of Medicine (BUSM) wurde festgestellt, dass auch bei Menschen ohne Herzinsuffizienz und Myokardinfarkt ein Zusammenhang zwischen Kalziumablagerungen in den Koronararterien und Veränderungen in der Struktur und Funktion des Herzens vorzuliegen scheint. Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „PLOS ONE“ publiziert.

Über 2.600 Menschen wurden für die Studie untersucht

Für die aktuelle Studie wurde bei 2.650 Teilnehmenden mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren (48 Prozent davon waren Frauen) der Zusammenhang zwischen der Verkalkung der Koronararterien und echokardiographischen Messungen zur Quantifizierung dieser Veränderungen im Herzen untersucht.

Voranschreiten der koronaren Herzkrankheit ohne Symptome?

Eine Ablagerung von Kalzium in den Koronararterien (auch als Atherosklerose bekannt) ist ein starker Prädiktor für eine zukünftige koronare Herzkrankheit. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die koronare Herzkrankheit mit der beginnenden Entwicklung einer Herzmuskelerkrankung interagiert und selbst dann fortschreitet, wenn eigentlich keine Symptome vorliegen. Es fehlten bisher jedoch Daten über den Zusammenhang zwischen koronarem Kalzium in den Koronararterien und echokardiographisch feststellbaren Veränderungen der Struktur und Funktion des Herzens.

Atherosklerose begünstigt Veränderungen des Herzens

Die Forschenden stellten fest, dass höhere Werte der Verkalkung mit höheren Werten des linksventrikulären Massenindex und des Aortenwurzeldurchmessers einhergingen, was mit unerwünschten Auswirkungen wie Veränderungen der Größe, Form, Struktur und Funktion des Herzens in Zusammenhang stand.

Schützen Sie sich durch einen gesunden Lebensstil

„Wir wissen, dass die koronare Herzkrankheit mit der Herzmuskelerkrankung fortschreitet, aber diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Kalziumgehalt der Koronararterien und strukturellen und funktionellen Veränderungen im Herzen geben könnte, was die Notwendigkeit unterstreicht, einen gesunden Lebensstil zu führen, um eine Verkalkung der Arterien zu verhindern”, berichtet Studienautorin Professorin Dr. Vanessa Xanthakis von der Boston University School of Medicine in einer Pressemitteilung.

Weitere Forschung ist nötig

Die Expertin betont, dass nun weitere Studien erforderlich seien, um die pathophysiologische Grundlage der beobachteten Assoziationen zu klären und um zu beurteilen, ob Kalzium aus den Koronararterien zur Vorhersage von Veränderungen in der Struktur und Funktion des Herzens verwendet werden kann. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Association Between Atherosclerosis and Changes in the Structure, Function of the Heart, Boston University School of Medicine (Veröffentlicht 15.05.2020), BUSM
  • Cecilia Castro-Diehl, Rebecca J. Song, Gary F. Mitchell, David McManus, Susan Cheng et al.: Association of subclinical atherosclerosis with echocardiographic indices of cardiac remodeling: The Framingham Study, in PLOS ONE (Veröffentlicht 15.05.2020), PLOS ONE



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