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Smartphone, Alkohol, Süßigkeiten: Worauf in der Fastenzeit verzichtet wird


Fastenzeit: Großteil findet sie aus gesundheitlicher Sicht für sinnvoll

Die am Aschermittwoch beginnende Fastenzeit ist ein guter Anlass, seinem Körper besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur religiöse Menschen nutzen die Wochen zwischen Karneval und Ostern zur Gewichtsreduktion und zum Entschleunigen. In einer Umfrage wurde gezeigt, worauf die Menschen in Deutschland am ehesten verzichten.

Der Verzicht auf Alkohol und Süßes gehört für viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger zur Fastenzeit dazu. Auch das Nutzen von Smartphones und Computern wollen viele Deutsche laut einer aktuellen Umfrage in dieser Zeit reduzieren. Doch das „Online-Fasten“ ist den meisten Menschen noch längst nicht so wichtig wie andere Einschränkungen.

Zahl der Fasten-Fans ist gestiegen

Eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, dass 65 Prozent der Deutschen bewussten Verzicht in der Fastenzeit aus gesundheitlicher Sicht für sinnvoll halten. 2012 war nur gut die Hälfte dieser Meinung

Laut einer Mitteilung ist die Zahl der Fasten-Fans nicht nur unter den Frauen, sondern auch unter den Männern deutlich gestiegen: Heute haben sechs von zehn Männern bereits gefastet – ein Viertel mehr als vor acht Jahren.

Den Angaben zufolge wollen Männer in der Fastensaison 2020 vor allem auf Alkohol verzichten, Frauen auf Süßigkeiten. Internetfasten bzw. „Online-Fasten“ bleibt bei beiden Geschlechtern Trend.

Männer achten stärker auf ihre Gesundheit

Wie die Krankenkasse schreibt, hat bei den Männern die Mehrheit bereits selbst gefastet: 61 Prozent von ihnen haben schon einmal für mehrere Wochen bewussten Verzicht geübt. Vor acht Jahren waren es lediglich 49 Prozent.

Der Anteil der Männer, die sagen, sie hätten noch nie gefastet und es käme für sie auch nicht in Frage, ist von 38 Prozent auf 27 Prozent gesunken.

„Wir beobachten seit einigen Jahren, dass Männer stärker als früher auf ihre Gesundheit achten. Dieses gewachsene Gesundheitsbewusstsein spiegelt sich auch in ihrer Fastenbereitschaft“, so Franziska Kath, Diplompsychologin bei der DAK-Gesundheit.

„Das ist ein sehr positiver Trend. In der Fastenzeit schärfen Männer und Frauen die Wahrnehmung ihres Konsumverhaltens. Viele gehen dann auch hinterher bewusster mit Genussmitteln um.“

Weniger Stress durch Smartphone-Verzicht

2020 wollen Männer am ehesten auf Alkohol (66 Prozent) sowie Süßigkeiten (62 Prozent), aber auch auf Fleisch (43 Prozent) verzichten. Frauen konzentrieren sich beim Fasten vor allem auf Süßes: Fast drei Viertel (72 Prozent) geben dies als ihr Fasten-Thema an, gefolgt von Alkohol (65 Prozent) und Fleisch (51 Prozent). Rauchen steht bei beiden Geschlechtern auf der Fasten-Hitliste auf Platz vier und Fernseh-Verzicht auf Platz 6.

Ein gutes Viertel aller Befragten (29 Prozent) würde auch für mehrere Wochen privat auf das Internet verzichten. Den Angaben zufolge liegt die Bereitschaft zum Internet- und Handyfasten 2020 damit vergleichbar hoch wie im Vorjahr.

Vom Verzicht aufs Internet im privaten Bereich erhoffen sich die Menschen weniger Stress (75 Prozent) sowie mehr persönliche Begegnungen mit Freundinnen und Freunden oder Verwandten (66 Prozent).

Auch die Notwendigkeit, sich auf wichtige Aufgaben zu konzentrieren (65 Prozent), oder der Wunsch abzuschalten und mehr zu schlafen (51 Prozent) stehen hinter dem Vorsatz des Internetfastens.

Dass sich ein Smartphone-Verzicht positiv auf die psychische Erholung auswirkt, zeigt auch eine Studie der privaten Wirtschaftshochschule International School of Management (ISM). Den Fachleuten zufolge nimmt bei regelmäßigen Pausen das Verlangen nach dem Smartphone ab, das Abschalten von der Arbeit gelingt besser und es fällt uns leichter zu regenerieren. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • DAK-Gesundheit: Fasten 2020: Immer mehr Männer üben Verzicht, (Abruf: 25.02.2020), DAK-Gesundheit



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