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Bettwanzen erkennen und bekämpfen


Bettwanzen – diese kleinen, ekligen Blutsauger stehen zur Zeit ziemlich im Rampenlicht. Vor einigen Jahren waren die Insekten in Europa nahezu vergessen, doch momentan ist das Thema hochaktuell. So ist bekannt, dass die auch als „Hauswanzen“ bezeichneten Parasiten mit Touristen auf Reisen gehen und diese von Unterkunft zu Unterkunft begleiten können. Bettwanzen sind zwar weder gefährlich noch übertragen sie Krankheiten (zumindest bisher noch nicht) – ihr Anblick oder schon allein der Gedanke daran ist jedoch für viele Menschen sehr ekelerregend.

Bettwanzen – das Wichtigste im Überblick

  • Beschreibung: Bei der Bettwanze (Cimex lectularius) handelt es sich um ein blutsaugendes Insekt aus der Familie der Plattwanzen (Cimicidae). Sie kommt ganzjährig und weltweit in bewohnten Innenräumen vor. Sie werden circa vier bis 8,5 Millimeter groß, haben im ausgewachsenen Zustand eine rötlich-braune Farbe, der Körper ist stark abgeplattet und flügellos.
  • Verbreitung: Bettwanzen verbreiten sich vor allem durch den Transport befallener (Gebraucht-)Gegenstände (z.B. vom Flohmarkt oder aus dem Internet). Ebenso werden die Tiere häufig unbemerkt im Reisegepäck von Ort zu Ort transportiert.
  • Vorkommen: In den USA und Australien ist ein verstärktes Vorkommen schon seit einigen Jahren bekannt, mittlerweile sind auch viele andere Länder (unter anderem Deutschland) von einer zunehmenden Verbreitung betroffen.
  • Bettwanzenbefall erkennen: Während der Nahrungssuche können die Tiere frei umherlaufend entdeckt werden. Ansonsten geben Kotspuren in Form von schwarzen Punkten, Blutspuren auf dem Bett und Stiche auf der Haut Hinweise auf einen möglichen Befall.
  • Bekämpfung: Bettwanzen können nur von professionellen Fachleuten für Schädlingsbekämpfung effektiv beseitigt werden. In Absprache mit der Expertin bzw. dem Experten sollten Betroffene begleitende Maßnahmen durchführen wie zum Beispiel die zeitweise Lagerung befallener Gegenstände in der Gefriertruhe oder das Waschen befallener Kleidung bei hohen Temperaturen.
  • Prävention: Um Bettwanzen von den eigenen vier Wänden fernzuhalten, sollte auf Reisen die Unterkunft auf einen möglichen Befall hin untersucht sowie das Gepäck stets verschlossen und möglichst weit entfernt vom Bett aufbewahrt werden. Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung sind unter anderem das Absuchen neu erworbener Gebrauchtwaren.

Bettwanze – Definition

Die Bettwanze wird in der Fachsprache Cimex lectularius genannt und kann ganzjährig und weltweit in Innenräumen vorkommen. Die Hauptwirte für diese Blutsauger sind wir Menschen. Jedoch dienen ihnen als Alternative Haustiere, Vögel und Fledermäuse. Die auch als „Hauswanzen“ bezeichneten Parasiten aus der Familie der Plattwanzen sind leider sehr robust und können ohne Nahrung mehrere Monate lang überleben.

Bettwanzen erkennen

So sehen diese Insekten aus: Sie besitzen keine Flügel und der Körper hat eine abgeplattete Form. Wenn sie ausgewachsen sind, haben sie eine rötlich-braune Farbe. Die Weibchen werden etwa vier bis 8,5 Millimeter groß, die Männchen bleiben mit vier bis bis 6,5 Millimetern kleiner. Ihre Lebenserwartung beträgt sechs bis zwölf Monate. Ein Weibchen legt im Laufe seines Lebens ungefähr 150 Eier. Diese sind circa 0,5 Millimeter lang und weißlich.

Bis sie ausgewachsen sind, müssen sich Bettwanzen fünf Mal häuten und dafür benötigen sie jedes mal Blut. Sie verlassen dazu ihre Verstecke und suchen sich passende Opfer. In Räumen, in denen sich viele Bettwanzen aufhalten, wird manchmal ein Duft nach Bittermandel wahrgenommen. Dieser kann mitunter äußerst unangenehm sein.

Ausbreitung

Von einer Ausbreitung der Bettwanze in den USA und Australien ist bereits seit einigen Jahren die Rede. Mittlerweile sind diese Tierchen aber auch in Europa und eben auch in Deutschland unterwegs. Ursachen für die Zunahme an Bettwanzenbefällen sind laut dem Umweltbundesamt (UBA) der Reisetourismus, die Migration und der Handel (vor allem mit Gebrauchtwaren), ebenso scheint die mangelnde Verfügbarkeit von Insektenvernichtungsmitteln (Insektizide) mit Langzeitwirkung die Verbreitung zu begünstigen. Als Hauptursache für das vermehrte Auftreten von Bettwanzen weltweit wird dem UBA zufolge jedoch die Ausbildung von Resistenzen gegenüber chemischen Insektiziden betrachtet.

Teilweise wird das Auftreten dieses Blutsaugers mit Kriegszeiten sowie häufig auch mit mangelnder Hygiene in Zusammenhang gebracht. Vor allem Letzteres hat damit jedoch überhaupt nichts zu tun. Bettwanzen können überall vorkommen, auch in einem 5-Sterne-Hotel. Es besteht die Annahme, dass die Insekten sich von dem Körpergeruch des Menschen angezogen fühlen. Dieser Geruch ist auch in schmutziger Wäsche enthalten, welche ebenso in einem teuren Hotel vorhanden ist. Angelockt werden die Biester vor allem durch Körperwärme und das ausgeatmete Kohlendioxid.

Verbreitung

Die kleinen Tierchen verbreiten sich dadurch, dass sie durch befallene Gegenstände wie Koffer oder Rucksäcke weitergetragen werden. Dies können auch gebrauchte Möbelstücke, Matratzen oder Bilderrahmen sein. Zum Beispiel verstecken sie sich im Scharnier eines Koffers.

Wo halten sich Bettwanzen auf?

Sie halten sich sowohl in Privathaushalten als auch in Gemeinschaftsunterkünften, Hotels, Berghütten, Motels, Wohnheimen, Gesundheitseinrichtungen oder auch in Flugzeugen, Bussen oder der Bahn auf. Den Körper des Menschen suchen sie nur zum Blutsaugen auf. Bettwanzen sind nachtaktiv.

Wie wird ein Befall erkannt?

Sind die Bettwanzen auf Nahrungssuche, können sie frei umherlaufend – zum Beispiel auf dem Bett – entdeckt werden. Gerade, weil sie vor dem Blutsaugen so flach wie Papier sind, halten sie sich gerne in ihren Verstecken auf. Beispiele dafür sind: Lattenrost, Sofa, Sessel, hinter Lichtschaltern, hinter Bodenleisten usw. Dort machen sie sich durch ihre Hinterlassenschaften, ihre Kotspuren in Form von schwarzen Punkten, bemerkbar. Blutspuren auf dem Bett können ebenso den Verdacht erhärten. Und natürlich die Bisse auf der Haut, die oft massiv jucken und meist in einer Reihe („Wanzenstraße“) oder gruppenförmig angeordnet auftreten. Ebenso sind aber auch einzelne Stiche möglich.

Bettwanzenstiche erkennen

Die Stiche werden oft nicht sofort wahrgenommen. Hautreaktionen können bis zu einer Woche auf sich warten lassen. Dies sind juckende, rötliche Pusteln, eventuell mit Blasen und Quaddelbildung. Und die Reaktion des Einzelnen ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen leiden mit massiven Hauterscheinungen, andere wiederum gar nicht.

Allein die Stiche machen jedoch eine Diagnose nicht sicher. Gerade im Sommer, wenn andere stechende Insekten unterwegs sind, ist eine eindeutige Diagnose nicht einfach. Das Auffinden der Insekten, deren Kotspuren in Verbindung mit der Hautreaktion – all dies zusammen kann den berechtigten Hinweis auf Bettwanzen geben. Kommt es zu den oben erwähnten Stichen, kann dies bedeuten, dass der Befall bereits einige Wochen zurückliegt. Eine erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten, wenn Sie von einem Befall während einer Reise wissen.

Bettwanzenbisse behandeln

Die Stiche beziehungsweise Bisse können Sie mit reinen Aloe Gel behandeln. Dies kühlt, heilt und nimmt den Juckreiz. Als Alternativen sind Zitronensaft, eine aufgeschnittene Zwiebel oder Knoblauchzehe zu empfehlen. Weiterhin können bei einigen Betroffenen die Homöopathie oder Schüßler-Salze helfen. Hier sei allerdings angemerkt, dass es für diese Heilmethoden bislang keinen wissenschaftlichen Wirknachweis gibt.

Jucken die Stiche sehr, kann das homöopathische Mittel Rhus toxicodendron Linderung verschaffen. Sind die Stiche sehr angeschwollen, bietet sich Apis Mellifera an. Auch das Schüßler Salz Nr. 8, Natrium chloratum, kommt hier in Frage. Stellen Sie aus ein paar Tablettchen und etwas Wasser einen Brei her und betupfen Sie damit die betroffenen Stellen. Zusätzlich eingenommen heilen die Stiche unter Umständen schneller ab.

Bettwanzen bekämpfen

Eine Bekämpfung von Bettwanzen gehört unbedingt in die Hand eines Fachmanns oder einer Fachfrau. Besorgen Sie sich auf keinen Fall selbst irgendwelche Insektizide und hantieren damit. Um die lästigen und hartnäckigen Insekten loszuwerden, sind Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung nötig. Um Resistenzen zu vermeiden werden die Wirkstoffe sogar kombiniert eingesetzt. Und dies erfordert unbedingt einen Fachverstand. In der Regel ist eine Bekämpfung mit einmaliger Maßnahme nicht gewährleistet. Oftmals sind mehrere Behandlungen nötig. Dies kann einige Wochen dauern.

Der Schädlingsbekämpfer beziehungsweise die Schädlingsbekämpferin ermittelt im optimalen Fall alle Verstecke und behandelt diese durch direktes Besprühen. Eier werden manuell mit Hilfe eines Klebebandes oder eines Staubsaugers entfernt. Dazu sind einige Vorkehrungen nötig: Möbelstücke werden abgebaut, Bodenleisten entfernt, Lichtschalter abmontiert usw. Aber selbst dann lässt sich nicht sicher sagen, ob alle Herde beseitigt sind. Deshalb greift der/die Fachmann/Fachfrau zu zusätzlichen Hilfsmaßnahmen. Dabei handelt es sich um sogenannte Insektizidbarrieren, was bedeutet, dass die Schädlingsbekämpfungsmittel auch auf den Laufwegen (Fußböden, Wände etc.) und in potentiellen Verstecken verteilt werden.

Wichtig ist, dass die verwendeten Mittel eine Langzeitwirkung besitzen. Dies bedeutet aber auch, dass das Insektizid, außer von Gebrauchsflächen wie zum Beispiel Tischen, nicht weggewischt werden darf. Nach zwei bis drei Wochen ist eine Nachkontrolle nötig.

Gefährlich für die Umwelt

Leider ist die Anwendung chemischer Insektizide bei der Bekämpfung von Bettwanzen häufig nicht zu vermeiden. Und diese wirken sich natürlich auch schädlich auf die Umwelt und den Menschen aus. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Bekämpfung der Plagegeister durch Fachleute passiert und nicht selbst zu Hause durchgeführt wird. Gerade dann, wenn Insektizide falsch angewandt werden, ist der Schaden für Umwelt und Mensch noch größer.

Bekämpfung durch Wärme

Bettwanzen können auch mit Wärme bekämpft werden. Bevor ein ganzer Raum oder gar ein Haus mit Wärme behandelt wird, werden die hitzeempfindlichen Gegenstände entfernt. Dazu gehören Dinge, die unter Druck stehen, wie zum Beispiel Feuerlöscher oder Deosprays sowie Entflammbares wie beispielsweise Parfum. Auch Medikamente halten die hohen Temperaturen nicht aus. All dies wird dicht in Plastik verpackt und extra behandelt. Alles, was als Wanzenversteck dient, wird weggerückt oder gar demontiert beziehungsweise abgeschraubt (Steckdosen, Bodenleisten etc.).

Alle Ritzen müssen versiegelt werden, um die Blutsauger am Fliehen zu hindern. Bei schwer erreichbaren Ritzen oder Zwischenräumen wird Kieselgut verwendet. Im schlimmsten Falle kommt zusätzlich Chemie zum Einsatz – und zwar dann, wenn unerreichbare Bereiche übrig bleiben. Um das Ungeziefer zu vernichten, ist eine Temperatur zwischen 50 und 60 Grad Celsius nötig, welche für mindestens 12 Stunden erreicht werden muss. So dauert eine Wärmebehandlung – je nach Größe und Beschaffenheit des Raumes – zwischen 24 und 48 Stunden.

Die Wärmebehandlung ist nicht nur für ganze Räume, sondern auch für einzelne Gegenstände möglich. Diese werden dann in besonderen Vorrichtungen mit denselben Temperaturen behandelt und das für mindestens 60 Minuten. Einzelne Gegenstände können aber auch mit Stickstoff oder CO2 begast werden. Die Wärmebehandlung machen sich mittlerweile Hüttenbesitzer zunutze. Die ankommenden Personen müssen bei Ankunft ihre Rucksäcke in eine Mikrowelle stecken.

Spürhunde

Hunde können dank ihres einzigartigen Riechorgans die verschiedensten Dinge, auf die sie konditioniert wurden, aufspüren. Dazu gehören mittlerweile auch die Bettwanzen. Um anerkannt zu werden, müssen diese Hunde zusammen mit ihrem Besitzer als Team eine Ausbildung und danach eine Prüfung absolvieren. Solche Bettwanzenspürhunde gibt es beispielsweise am Frankfurter Flughafen. Der Spürhund entdeckt die Bettwanzen, anschließend muss der Befall zusätzlich von einer Fachfrau bzw. einem Fachmann für Schädlingsbekämpfung bestätigt werden. Erst dann werden Maßnahmen eingeleitet.

Bettwanzen loswerden – was Sie selbst tun können

Sie können auch selbst etwas tun, wenn Sie von Bettwanzen betroffen sind. Als erstes sollten Sie jedoch unbedingt, wie bereits erwähnt, einen Schädlingsbekämpfer oder eine Schädlingsbekämpferin konsultieren. Dieser beziehungsweise diese wird Ihnen Empfehlungen geben, die unbedingt zu beachten sind. Gegenstände mit starkem Befall, die nicht benötigt werden, packen Sie nach der Schädlingsbehandlung in Plastiktüten oder in Plastikfolie ein und entsorgen sie. Dabei ist darauf zu achten, dass eventuell noch lebende Insekten die Folie nicht verlassen können.

Nicht alle Gegenstände können mit einem chemischen Mittel behandelt werden, wie es zum Beispiel bei Büchern der Fall ist. Diese werden alternativ bei minus 18 Grad Celsius für drei Tage in der Tiefkühltruhe gelagert. Hierbei sind diese locker und gut verschlossen in Plastiktüten zu verpacken, damit die Blutsauger nicht fliehen können. Kleidungsstücke werden am besten bei 60 Grad Celsius (mindestens 40 Grad Celsius) im längsten Waschprogramm mit genügend Waschmittel gewaschen. Eine Alternative ist der Wäschetrockner bei 60 Grad Celsius.

Hitzeunempfindliche Gegenstände geben Sie in den Ofen oder legen Sie in Ihre Sauna bei mindestens 55 Grad Celsius. Damit werden die Bettwanzen und gleichzeitig auch deren Eier abgetötet. Laufen die kleinen Biester noch frei herum, dann greifen Sie am besten zum Staubsauger. Der Staubsaugerbeutel wird danach in einem Plastikbeutel eingeschlossen im Gefrierschrank eingefroren. Dasselbe gilt für den Auffangbehälter bei beutelfreien Staubsaugern.

Die Eier der Insekten lassen sich auch durch stark haftende Klebestreifen aufnehmen. Auch diese landen danach erst mal im Tiefkühlfach. Bei der ganzen Aktion ist es wichtig, dass Gegenstände aus dem befallenen Raum auf keinen Fall in einen anderen Raum gebracht werden, denn auf diese Weise könnten sich die Bettwanzen weiter vermehren. Alles in allem ist wichtig, dass Wanzen und Eier unbedingt vernichtet werden.

Hausmittel gegen Bettwanzen

Wie bereits erwähnt, ist bei einem Bettwanzenbefall ein fachgerechtes Vorgehen unumgehbar. Hausmittel können jedoch zusätzlich verwendet werden, um den Kampf gegen die Biester zu forcieren und dem Ganzen schneller ein Ende zu setzen. Achtung: Ein alleiniges Verwenden von Hausmitteln sollte unbedingt unterlassen werden. Sprechen Sie ihr eigenes Vorgehen außerdem bitte mit dem/der Schädlingsbekämpfer/in ab.

Ein Hausmittel gegen Bettwanzen ist Kurkuma, welcher eine antimikrobielle Wirkung besitzt. Streuen Sie das Gewürz in das Wanzenversteck und dichten Sie dies dann mit Silikon ab. Eine weitere Möglichkeit ist das Besprühen der betroffenen Gegenstände mit Isopropanol. Stellen Sie im Zimmer Duftkerzen auf, die nach Minze, Zedernholz oder Nelke duften. Auch das Räuchern mit Raucherstäbchen ist eine Möglichkeit. Im Koffer ist Lavendel einen Versuch wert. Legen Sie einfach Lavendelsäckchen oder Lavendelseife zwischen Ihre Kleidungsstücke. Hitzeunempfindliche Gegenstände können Sie für einige Stunden in die pralle Sonne stellen. Dort muss es jedoch mindestens 45 Grad Celsius warm sein.

Bettwanzen vorbeugen

Auf jeden Fall sollte alles getan werden, damit sich Bettwanzen nicht im eigenen Zuhause niederlassen. Auf Reisen wird das Hotelzimmer am besten auf die kleinen Insekten beziehungsweise deren Hinterlassenschaften untersucht. Dabei ist nicht nur das gesamte Bett zu überprüfen, sondern auch Lampen, Nachtkästchen, Steckdosen und Wandverkleidung. Koffer und Taschen werden vorzugsweise verschlossen und weit entfernt vom Bett aufbewahrt.

Entdecken Sie Bettwanzen, so melden Sie dies und bitten um ein anderes Zimmer. Haben Sie bereits in dem „befallenen“ Zimmer geschlafen, muss das Gepäck sorgfältig überprüft werden. Dies passiert am besten in der Badewanne. Dort können Sie Wanzen, die sich aus dem Staub machen, eher entdecken. So ein Gepäckstück könnte auch von einem Schädlingsbekämpfer oder einer Schädlingsbekämpferin begast werden. Achten Sie in den folgenden Tagen und Wochen darauf, ob sich bei Ihnen irgendwelche Stiche zeigen. Gebrauchte Gegenstände sollten vor dem Erwerb auf Wanzenbefall untersucht werden.

Weitere Tipps

Bewahren Sie auf Reisen die gebrauchte Wäsche stets in einem verschlossenen Behälter auf. Gerne auch zusammen mit einem Stück Lavendelseife. Zu Hause leeren Sie den Behälter erst in der Waschmaschine aus. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Bettwäsche und waschen Sie alles bei mindestens 45 Grad, besser noch bei 60 Grad Celsius. Der Trockner unterstützt das Ganze noch zusätzlich. Als Alternative wird die nasse Kleidung in die Sonne gehängt. (sw)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Umweltbundesamt (UBA): Bettwanzen: Erkennen, Vorbeugen, Bekämpfen (Abruf: 30.1.2019), UBA
  • Vander Pan, Arlette: Untersuchungen zur Pyrethroid-Resistenz bei der Bettwanze Cimex Lectularius in Berlin, Deutschland, Dissertation, Freie Universität Berlin (Abruf: 30.1.2020), FU Berlin
  • Dang, Kai; Doggett, Stephen L.; Singham, G. Veera; Lee, Chow-Yang: Insecticide resistance and resistance mechanisms in bed bugs, Cimex spp. (Hemiptera: Cimicidae), in: Parasites & Vectors, 10(1): 318, Juni 2017, BMC
  • Lai, Olivia; Ho, Derek; Glick, Sharon; Jagdeo, Jared: Bed bugs and possible transmission of human pathogens: a systematic review, in: Archives of Dermatological Research, 308/8: 531–538, Oktober 2016, Springer


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