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Rückruf: Naturkost-Produkt kann zu Sehstörungen und Müdigkeit führen


Rückruf für Naturkost-Produkt: Verunreinigung mit Tropanalkaloiden

Die Nordlicht Naturkost Handels GmbH aus Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) hat einen Rückruf für Biogreno Sojaflocken gestartet. Nach Angaben des Unternehmens kann das Naturkost-Produkt mit Tropanalkaloiden verunreinigt sein. Diese Stoffe können unter anderem zu Sehstörungen und Müdigkeit führen.

Die Nordlicht Naturkost Handels GmbH aus dem schleswig-holsteinischen Kaltenkirchen ruft das Produkt „Biogreno Sojaflocken“ in der 500-Gramm-Packung zurück. Grund dieser Maßnahme: Die Sojaflocken können mit Tropanalkaloiden verunreinigt sein.

Kaufpreis wird erstattet
Laut einem Kundenaushang, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht hat, sind von dem Rückruf Packungen mit der Lot.-Nummer: 1903182 und dem MHD: 15.12.2020 betroffen.

Kundinnen und Kunden, die Ware dieser Charge gekauft haben und noch zu Hause haben, können diese zurück in den Laden bringen und erhalten den Kaufpreis zurückerstattet.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen

„Tropanalkaloide sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommen, vor allem in Nachtschattengewächsen wie z. B. dem Bilsenkraut, dem Stechapfel und der Tollkirsche“, schreibt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihrer Webseite.

Bei der Ernte können dann Verunreinigungen mit diesen Kräutern auftreten.

Wie die Nordlicht Naturkost Handels GmbH erklärt, können Tropanalkaloide zu vorübergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie beispielsweise Sehstörungen, erweiterte Pupillen, Mundtrockenheit oder Müdigkeit führen.

Zudem weist die AGES darauf hin, dass diese Stoffe in höheren Mengen Benommenheit, Herzklopfen, Desorientierung und Halluzinationen verursachen können. Den Angaben zufolge treten diese Wirkungen relativ rasch (5 bis 30 Minuten) nach der Aufnahme auf.

„Treten derartige Symptome nach dem Verzehr von möglicherweise belasteten Lebensmitteln wie z. in Getreide, Hirse oder Buchweizen und daraus hergestellte Lebensmittel auf, suchen Sie bitte einen Arzt auf“, mahnt die AGES. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.



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