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Abnehmen: Bauchfett abbauen und dadurch Gesundheitsrisiken reduzieren


Diabetes und Herzkrankheiten: Bauchumfang entscheidend für das Gesundheitsrisiko

Übergewicht kann Krankheiten fördern. Es begünstigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck sowie Stoffwechselstörungen wie Diabetes. Doch wie kann man gezielt Bauchfett abbauen?

Mit dem Body-Mass-Index, kurz BMI, kann zwar berechnet werden, ob man zu dick ist, doch die Messzahl berücksichtigt nicht, wo das Fett sitzt. Doch genau das ist für das gesundheitliche Risiko entscheidend. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in einem Beitrag hin.

Übergewicht schadet der Gesundheit

In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte belegt werden, dass Dicksein ungesund ist. Der Umfang der Taille spielt hier eine ganz besondere Rolle.

Wenn das zusätzliche Fett hüftbetont, also an Oberschenkel, Beinen und Po sitzt, ist das zusätzliche Plus auf der Waage laut dem BZfE weniger gesundheitsschädlich.

Doch das Fett, das sich vor allem im Bauchraum an den inneren Organen sammelt, ist stoffwechselaktiver: Das sogenannte viszerale Fett begünstigt besonders das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für die Entwicklung von Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder erhöhte Cholesterinwerte im Blut.

Bei Übergewichtigen ist das Diabetes-Risiko um das Zehnfache erhöht, bei Fettleibigen sogar um das 30- bis 60-Fache. Für Männer damit noch nicht genug: Mit dem typischen „Bierbauch“ kann auch ein Mangel an Testosteron einhergehen.

Bei größerem Bauchumfang und hohem BMI gilt: Abnehmen

Wo das Fett genau sitzt, kann jeder Mensch leicht selbst bestimmen, indem man den Taillenumfang mit einem Maßband abmisst. Dazu wird mit freiem Oberkörper im Stehen das Maßband in Höhe des Bauchnabels in gerader Linie um den Bauch geführt.

Der Taillenumfang sollte bei Frauen nicht über 88 cm und bei Männern nicht über 102 cm liegen.

Der BMI lässt sich berechnen, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Das BZfE stellt auf seiner Webseite auch einen einfachen BMI-Rechner zur Verfügung.

Für diejenigen Personen, die einen größeren Bauchumfang und gleichzeitig einen BMI über 25 und damit Übergewicht haben, besteht ein gesundheitliches Risiko. Hier heißt die Empfehlung: Abnehmen und zu einem weiteren Risikocheck den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen.

Ausreichend bewegen

Doch wie kann man gezielt Bauchfett abbauen? Dies ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn das Gesamtkörperfett abnimmt. Zudem kann der Bauch mit gezielten Übungen in gewissen Grenzen geformt und gefestigt werden.

Bewegung ist hilfreich beim Abnehmen. Dabei werden nicht nur Kalorien verbrannt, sondern auch die Durchblutung des Gewebes wird gesteigert. Schon Alltagsbewegung, wie zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren statt das Auto zu nutzen, Treppensteigen statt den Aufzug zu nehmen und Abendspaziergänge statt vor dem TV zu sitzen, ist hier hilfreich.

Ausdauer- oder Kraftsport sind natürlich noch effektiver. Durch spezielle Übungen lassen sich Bauch- und Rumpfmuskeln aufbauen und stärken. Zudem können durch den Muskelaufbau mehr Pfunde abgebaut werden.
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Richtige Ernährung hilft bei der Gewichtsreduktion

Allerdings hilft Sport allein nicht gegen Übergewicht. Entscheidender ist die Ernährung. Vor allem die Art und die Menge an Kalorien, die wir zu uns nehmen, ist Schuld daran, dass viele zu viel Gewicht ansammeln.

Wer Bauchfett abbauen will, sollte bestimmte Lebensmittel meiden. Gesättigte Fettsäuren, die sich vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurstwaren, Käse und Butter finden, führen zu Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten, Ablagerungen in den Gefäßen und Fettleber.

Um die Pfunde purzeln zu lassen, sollte man auf ungesättigte Fettsäuren setzen. Gute Fettlieferanten sind beispielsweise Avocados, Hülsenfrüchte, Fisch, Kokosöl und auch das Fett von Leinsamen oder Nüssen.

Darüber hinaus sind die guten von den schlechten Kohlenhydraten zu unterscheiden, wenn man überschüssige Kilos loswerden will. Bei schnell verwertbaren Kohlenhydraten wie sie in Weißmehlprodukten, Fertiggerichten, Süßigkeiten, Softdrinks und teilweise süßem Obst enthalten sind, steigt der Blutzuckerspiegel rasch und man bekommt schnell wieder Hunger.

Langsam verwertbare, komplexe Kohlenhydrate hingegen lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen und sättigen länger. Sie sind unter anderem in Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten zu finden. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.


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