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Warmes Frühstück beugt Heißhungerattacken vor


Porridge, Rührei, Nudelsuppe: Warmes Frühstück gibt Energie für den Tag

Hierzulande kommen morgens zwar häufig Brot und Brötchen mit Butter, Marmelade, Käse oder Aufschnitt auf den Tisch, doch ein warmes Frühstück ist in der Regel besser bekömmlich als ein kaltes, da für die Verdauung weniger Energie benötigt wird. Zudem sättigen warme Mahlzeiten länger und beugen so Heißhungerattacken vor.

Eine warme Mahlzeit am Morgen weckt müde Geister und schafft ein angenehm wohliges Gefühl im Bauch. Es ist in der Regel besser bekömmlich als das typisch deutsche Frühstück mit Brot und Aufstrichen, weil für die Verdauung weniger Energie benötigt wird. Außerdem sättigen warme Mahlzeiten länger und beugen Heißhungerattacken vor. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hin.

Verzicht auf das Frühstück gefährdet die Gesundheit

Zwar verzichten manche Menschen morgens auf das Essen, weil sie in Eile sind oder abnehmen wollen, doch damit tun sie ihrer Gesundheit nichts Gutes. Schließlich haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass der Verzicht aufs Frühstück ein Gesundheitsrisiko darstellt.

So zeigte eine Studie, die im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht wurde, dass Menschen, die nie frühstücken, ein höheres Risiko infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben haben, als Menschen, die täglich frühstücken.

Zudem erhöht sich durch den Verzicht auf das Frühstück das Risiko für Typ-2-Diabetes. Das berichteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachblatt „The Journal of Nutrition“.

Gute Gründe also, sich morgens die Zeit zum Essen zu nehmen. Von Vorteil ist, wenn die erste Mahlzeit des Tages warm ausfällt.

Porridge selber machen

Während hierzulande für viele Menschen Brot mit Butter und Marmelade oder anderen Aufstrichen zu einem typischen Frühstück gehört, ist in anderen Ländern die warme Morgenmahlzeit, unter anderem in Form von Porridge, verbreitet. Auch in Deutschland schwören inzwischen immer mehr Menschen auf den leckeren Frühstücksbrei.

Zwar sind davon auch Fertigmischungen erhältlich, doch diese enthalten oft zu viel Zucker. Der klassische Haferbrei ist ohnehin schnell selbst zubereitet. Wie das BZfE erklärt, werden für eine Portion 200 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen gebracht. Vier Esslöffel zarte Haferflocken hinzufügen und bei schwacher Hitze zehn Minuten quellen lassen.

Mit einer Prise Salz abschmecken und dann mit verschiedenen Toppings wie Apfel, Banane, Trockenobst, Nüssen, Leinsamen oder Chiasamen, Nussmus oder einem Löffelchen Honig genießen.

Statt mit Wasser lässt sich der Brei beispielsweise auch mit Milch, Kokos- oder Mandeldrink zubereiten. Glutenfreie Alternativen zu Hafer sind unter anderem Buchweizenflocken, Amaranth, Hirse oder Quinoa.

Leckerer Auflauf mit Früchten

Eine weitere Alternative: ein warmer Auflauf mit Früchten. Menschen, die gerne etwas länger schlafen, können ihn am Vortag backen und morgens nochmal kurz im Ofen erwärmen.

Dazu beispielsweise Bananenscheiben und Beerenfrüchte in einer gefetteten Auflaufform verteilen, klein gehackte Nüsse, ein wenig Backpulver, Kardamom, Zimt und Salz vermengen und auf die Früchte streuen.

Darüber kommt dann eine Mischung aus Milch und einem Ei, etwas Ahornsirup, Vanille und Butter. Nach Belieben können zum Beispiel noch Bananenscheiben, Beeren, Nüsse und Butterflocken darüber gegeben werden und das Ganze dann bei 190 Grad für 40 Minuten backen.

Suppe als erste Mahlzeit des Tages

Speisen, die auch hierzulande warm gefrühstückt werden, sind Eier. Nicht nur gekocht, sondern auch als Spiegelei oder Rührei mit Pilzen, Gemüse und frischen Kräutern begeistern. Bei einem klassischen Bauernfrühstück werden auch noch Gewürzgurken und gekochte Kartoffeln hinzugefügt.

Wie das BZfE schreibt, wird in Nordafrika als erste Mahlzeit des Tages häufig Shakshuka, Spiegeleier in Tomatensoße, gegessen.

Und wer schon einmal in Südostasien unterwegs war, weiß auch Suppen als Frühstück zu schätzen. Gerade in sehr warmen Gegenden bietet sich eine warme Suppe an zu einer Tageszeit, die noch nicht ganz so heiß ist und hervorragend sättigt.

In Vietnam beispielsweise ist eine Nudelsuppe in sämtlichen Variationen weit verbreitet. Ganz in der Tradition von Reisbauern und -bäuerinnen, die den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten und erst abends wieder etwas essen können.

Doch Suppen bieten sich auch hierzulande an, weil man sie nach eigenem Belieben im großen Topf kocht und morgens einfach portionsweise warm macht. Wer es ein bisschen typisch deutsch mag, kann dazu ja ein Brötchen oder eine Scheibe Brot essen. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Warmes Frühstück, (Abruf: 05.01.2020), Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
  • Journal of the American College of Cardiology: Association of Skipping Breakfast With Cardiovascular and All-Cause Mortality, (Abruf: 05.01.2020), Journal of the American College of Cardiology
  • The Journal of Nutrition: Breakfast Skipping Is Associated with Increased Risk of Type 2 Diabetes among Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies, (Abruf: 05.01.2020), The Journal of Nutrition


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