News

Vorhofflimmern: Risiko an Weihnachten besonders hoch


Wie Sie das Holiday Heart Syndrome an Weihnachten vermeiden

Gebratene Gans mit fettiger Soße, dazu alkoholische Getränke und kalorienreiche Desserts – an Weihnachten wird traditionsgemäß ordentlich geschlemmt. Doch die Kombination aus salzigem und fettigem Essen, Süßigkeiten und Alkohol kann dem Körper schaden, warnt eine renommierte Kardiologin.

Dr. Leslie Cho ist Kardiologin an der Cleveland Clinic in den USA. Sie warnt davor, dass es in der Weihnachtszeit besonders häufig zu dem sogenannten Holiday Heart Syndrome kommt, einer Form von Vorhofflimmern, das insbesondere dann auftritt, wenn Menschen Urlaub haben und es sich gut gehen lassen. Die Herzexpertin gibt Tipps, wie man Herzbeschwerden an Weihnacht vermeiden kann.

Weihnachten – die Zeit des Überflusses

Für viele Menschen bedeuten die Feiertage, dass plötzlich spezielle Nahrungsmittel im Überfluss vorhanden sind, beispielsweise Kekse, Süßigkeiten und kalorienreiche Gerichte. „Wir sind in dieser Zeit oft von viel Essen umgeben“, betont Dr. Cho. Viele Menschen neigen an Weihnachten dazu, sich anders zu ernähren, als sie den Rest des Jahres gewohnt sind.

Alles muss ein Maß haben

„Eines der Dinge, die wir unseren Patientinnen und Patienten immer sagen, ist, dass man alles haben kann, was man will, aber es muss in Maßen geschehen“, erläutert die Kardiologin. Alkohol und salzige Lebensmittel können den Blutdruck erhöhen. Dies könne das Risiko einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bei Menschen, die bereits Herzprobleme haben, verschlimmern.

Bewusstsein fördern

Laut Cho sollte man nicht dazu übergehen, jegliche Leckereien um jeden Preis zu vermeiden. Vielmehr sollte man ein Bewusstsein dafür entwickeln, was und wie viel man gerade isst. Das könne bereits einen großen Beitrag dazu leisten, auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Vor einem Festessen kleine Mahlzeiten zu sich nehmen

Dr. Cho emphielt, dass man nur ein kleines Frühstück oder Mittagessen zu sich nehmen sollte, wenn man weiß, dass am Abend ein großes Essen stattfindet. Auch eine kleine Mahlzeit kurz vor einem Festessen könne dazu beitragen, nicht zu übertreiben. Beim Dessert sollte man nur eine kleine Portion nehmen, denn hier lauern oft noch zusätzliche Kalorienbomben.

Nicht beim Festessen betrinken

Insbesondere bei Speisen, die offensichtlich viel Sahne, Zucker oder Salz enthalten, sollte man laut der Herzexpertin eher zurückhaltend sein. Darüber hinaus sollte man es nicht mit dem Alkohol übertreiben. Es spreche nichts dagegen, einen guten Wein oder einen Cocktail zu genießen, vom betrinken sollte man jedoch absehen. Besonders in Kombination mit reichhaltigem Essen schlage der Alkohol schnell aufs Herz.

Leiden Sie an einer Herzschwäche?

Wenn Sie bereits an einer Herzinsuffizienz leiden, empfiehlt Dr. Cho, während der Weihnachtsferien das Gewicht und den Blutdruck genau im Auge zu behalten. Wenn Herzbeschwerden oder schwankende Werte besorgniserregend werden, sei es am besten, einen Arzt zu kontaktieren. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek


Video: Corona-Langzeitfolgen: Genesen heißt nicht gesund (Juli 2021).