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Wichtiger Wurst-Rückruf wegen gesundheitsgefährdenden Listerien


Listerien nachgewiesen: Hersteller ruft Streichwurst zurück

Die Natur Fleischhandels GmbH aus Bollewick (Mecklenburg-Vorpommern) hat einen Rückruf für den Artikel „Streichmettwurst mit Knoblauch“ gestartet. Nach Angaben des Unternehmens wurden in der Streichwurst Listerien nachgewiesen. Diese Bakterien sind Auslöser der Krankheit Listeriose.

Die Natur Fleischhandels GmbH aus Bollewick in Mecklenburg-Vorpommern ruft das Produkt „Streichmettwurst mit Knoblauch“ zurück. „Im Rahmen unserer betrieblichen Eigenkontrollen wurden in einer Probe nach Anreicherung Listerien qualitativ nachgewiesen“, heißt es in einer Kundeninfo, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht hat.

Kaufpreis wird erstattet

Betroffen von dem Rückruf ist Ware (Artikelnummer 008335), die vom 30.10. bis zum 12.11.2019 beim Naturverbund Müritz gekauft wurde und mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29.11.2019 gekennzeichnet ist/war. Noch nicht verbrauchte Reste können laut dem Unternehmen vor Ort zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.

Tödliche Verläufe möglich

Listerien sind Bakterien, die die Krankheit „Listeriose“ hervorrufen können. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall, erklärt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Webseite.

Schwere, manchmal tödlich verlaufende Formen der Listeriose kommen bei bestimmten Risikogruppen vor, zum Beispiel bei älteren oder immungeschwächten Personen und Säuglingen.

Für Schwangere stellen die Bakterien „ein besonderes Risiko dar, da es bei dem ungeborenen Kind durch eine Infektion zu Totgeburt, Frühgeburt und Neugeborenenlisteriose bzw. zu Hirn- und Hirnhautentzündung sowie Sepsis (Blutvergiftung) kommen kann. Diese Krankheitsformen verlaufen in etwa 30 % der Fälle tödlich“, so das LGL.

Dem Amt zufolge ist die minimale Infektionsdosis, d. h. die Zahl der Keime, die zur Erkrankung führen können, unbekannt und scheint vom Bakterienstamm und der Empfindlichkeit der erkrankten Person abzuhängen. Von einem Verzehr kontaminierter Lebensmittel ist daher abzuraten. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.



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