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Warnung vor gefährlichen antibiotikaresistenten Erregern


CDC listet gefährliche antibiotikaresistente Erreger auf

Sogenannte Supererreger, welche resistent gegen Antibiotika sind, scheinen alleine in den USA fast doppelt so viele Menschen getötet zu haben, wie bisher angenommen wurde. In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Formen von solch lebensbedrohlichen Erregern identifiziert.

Ein neuer Bericht der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt, dass gegen Antibiotika resistente Erreger häufiger als angenommen zum Tod infizierter Personen führen. Trotz Maßnahmen zur Bekämpfung gibt es immer wieder neue Stämme der antibiotikaresistenten Bakterien. In dem Bericht wurde eine Liste dieser Bakterien zusammengetragen, in der sie je nach Ausmaß der Gefährdung erfasst sind.

Mindestens 12.800 Todesfälle durch Clostridioides difficile im Jahr 2017

Alleine der Erreger mit der Bezeichnung Clostridioides difficile verursachte im Jahr 2017 fast eine Viertelmillion Krankenhausaufenthalte und mindestens 12.800 Todesfälle in den USA. Es handelt sich dabei um einen von fünf antibiotikaresistenten Erregern, die von den CDC als besonders bedrohlich eingestuft wurden. Clostridioides difficile ist ein anaerobes, grampositives, endosporenbildendes Stäbchenbakterium und stellt einen der am häufigsten vorkommenden Krankenhauskeime dar.

Immer wieder tauchen unbekannte antibiotikaresistente Erreger auf

Zwei der besonders bedrohlichen antibiotikaresistenten Erreger wurden erst im Jahr 2013 der Liste hinzugefügt und zudem wurde ein Pilz mit der Bezeichnung Candida auris erfasst, der von den CDC vor fünf Jahren nicht mal als eine Gefahr eingestuft. Es muss dringend weitere Forschung unternommen werden, um mögliche resistente Erreger durch neue Formen der Diagnose schneller zu erkennen und wir benötigen neue Arzneien, um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, resümieren die Forschenden.

Verbesserte Prävention und Behandlung erforderlich

Dies könnte helfen, an antibiotikaresistenten Erregern erkrankten Menschen eine verbesserte Behandlung zu ermöglichen oder präventiv Maßnahmen zu ergreifen, welche eine Infektion komplett verhindern können. Der Bericht der CDC unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen.

Antibiotika nicht bei Grippe oder Erkältung verwenden

Der übermäßige Einsatz von Antibiotika auf der ganzen Welt hat dazu beigetragen, dass sich diese resistenten Bakterien gebildet haben. Gerade zur Zeit der bevorstehenden Erkältungs- und Grippesaison sollten wir uns bewusst machen, dass Antibiotika nicht zur Behandlung von Infektionen durch Viren wie bei Erkältungen eingesetzt werden sollten.

Verbesserte Schutzmaßnahmen werden benötigt

Durch spezielle Maßnahmen zur Prävention und Infektionskontrolle wird versucht, die Anzahl der Infektionen und Todesfälle durch antibiotikaresistente Keime zu reduzieren. Trotzdem ist die Zahl der Menschen, welche bei einer Erkrankung mit Antibiotikaresistenzen konfrontiert sind, immer noch viel zu hoch. Es sind daher dringend weitere Maßnahmen erforderlich, um Menschen umfassend vor antibiotikaresistenten Erregern zu schützen.

Gefahren durch eine Zunahme von resistenten Infektionen

Die CDC sind besorgt über die Zunahme behandlungsresistenter Infektionen, die immer mehr Menschen gefährde. Solche resistenten Erreger können sich leicht ausbreiten und erschweren die Eindämmung eines Ausbruchs enorm, warnt die Gesundheitsbehörde.

Bericht umfasst 18 gefährliche antibiotikaresistente Bakterien und Pilze

Der Bericht listet 18 Bakterien und Pilze in drei Kategorien auf, je nach dem Grad der Gefährdung der menschlichen Gesundheit. Die Kategorien umfassten dringlich, ernsthaft und bedenklich. Außerdem sind drei Erreger aufgelistet, welche zur Zeit noch keine wirkliche Bedrohung darstellen, aber die sich ohne passende Behandlung und Eindämmung im Laufe der Zeit stark ausbreiten könnten. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.



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