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Depression: Bewegung schützt – Diese Sportarten sind am effektivsten


Wie Sport und Bewegung vor der Entstehung von Depressionen schützen

Regelmäßige Bewegung kann hilfreich bei der Bekämpfung von Depressionen sein. Dies gilt auch, wenn betroffene Personen eine familiäre Vorgeschichte der Erkrankung aufweisen.

Bei der aktuellen Untersuchung der Harvard School of Public Health wurde festgestellt, dass bereits 30 Minuten Bewegung pro Tag vor der Entstehung von Depressionen schützen können. Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Depression And Anxiety“ veröffentlicht.

Welche sportlichen Aktivitäten schützen vor Demenz?

Aktivitäten, wie beispielsweise die Verwendung eines Laufbandes, Crosstrainers oder Rudergerätes, Yogakurse und Tanzstunden können bereits durch eine 30 Minuten lange Ausführung pro Tag das Risiko für Depressionen erheblich reduzieren.

Je sportlicher aktiv, desto geringer das Risiko für Depressionen

Die Studie vergleicht Menschen, die täglich 30 Minuten Sport betreiben, mit Personen, die sich wenig bewegen. Dabei zeigte sich bei den sportlichen Menschen ein geringeres Risiko für Depressionen. Trainierten Personen mehr als 30 Minuten am Tag, profitierten sie von einer noch besseren Schutzwirkung. Generell scheint zu gelten: Je sportlicher eine Person ist, desto geringer ist das Risiko, eine Depression zu entwickeln.

Einfache Bewegung wie langsames Gehen kann uns vor Depressionen schützen

Selbst einfachste Bewegungen können uns vor der Entstehung von Depressionen schützen – es sind nicht immer Sportgeräte wie Rudermaschinen oder Crosstrainer nötig. Laufen und selbst normales Gehen schützen ebenfalls. Diese Tätigkeiten waren allerdings nicht so effektiv wie Aerobic-Kurse, Yoga und das Training an Geräten.

Daten von knapp 8.000 Personen wurden für die Untersuchung analysiert

Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 7.968 Menschen ausgewertet. Darunter befanden sich 628 Personen, bei denen innerhalb des zweijährigen Untersuchungszeitraumes eine Depression festgestellt wurde.

Training schützte auch bei einem genetisch erhöhten Risiko

Die Ergebnisse zeigen, dass bei Menschen, die mindestens 30 Minuten pro Tag trainieren, wesentlich weniger neue Episode einer Depression diagnostiziert werden, selbst wenn ein hohen genetischen Risikos für die Erkrankung vorliegt. Die Studie deutet stark darauf hin, dass genetische Veranlagung für die Entstehung von Depressionen nicht automatisch zum Ausbruch der Erkrankung führen muss. Körperliche Aktivität hat das Potenzial, ein erhöhtes Risiko zukünftiger Episoden abzufangen, auch bei Personen, die besonders anfällig sind. Ein Training von 30 Minuten am Tag könnte bei solchen Menschen das Risiko reduzieren und helfen sich vor zukünftigen Depressionen zu schützen.

Aktivität hilft auch bei bereits vorhandenen Depressionen

Die Ergebnisse der Studie könnten dazu verwendet werden, um Menschen mit einem Risiko für Depressionen zu beraten und Empfehlungen zu geben, was Betroffene aktiv gegen ihre Erkrankung tun können, um ihr Risiko zu reduzieren. Dies gilt auch für Personen mit einer familiäre Vorgeschichte von Depressionen. „Unsere Studie betrachtete körperliche Aktivität als eine Möglichkeit, um Depressionen zu verhindern. Aber selbst wenn Sie sich sich bereits deprimiert fühlen, hilft körperliche Aktivität ebenfalls“, erklärt Studienautor Karmel Choi von der Harvard School of Public Health in einer Pressemitteilung. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Physical activity offsets genetic risk for incidenKarmel W. Choi, Amanda B. Zheutlin, Rebecca A. Karlson, Min‐Jung Wang, Erin C. Dunn et al.: Physical activity offsets genetic risk for incident depression assessed via electronic health records in a biobank cohort study, in Depression And Anxiety (Abfrage: 06.11.2019), Depression And Anxiety
  • New evidence that physical activity can lower depression risk, Harvard School of Public Health (Abfrage: 06.11.2019), Harvard School of Public Health



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