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Juckreiz nach dem Baden: So können Sie sich vor Badedermatitis schützen

Juckreiz nach dem Baden: So können Sie sich vor Badedermatitis schützen


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Juckreiz nach der Abkühlung in Gewässern: So schützen Sie sich vor Badedermatitis

Während der aktuellen Hitzewelle suchen viele Bundesbürger Abkühlung in heimischen Seen oder Flüssen. Doch leider bilden sich nach dem Baden in solchen Gewässern mitunter rote, stark juckende Quaddeln auf der Haut. Ein Experte erklärt, wie man sich vor der sogenannten Badedermatitis schützen kann.

Beim Baden kann man sich eine Badedermatitis einfangen

Bei der derzeitigen Hitze gibt es nichts schöneres, als sich beim Baden abzukühlen. Wer in einem See oder Fluss schwimmen geht, läuft jedoch Gefahr, sich eine Badedermatitis (Zerkariendermatitis) einzufangen. Diese Hauterkrankung ist auch unter Bezeichnungen wie Entenflöhe, Vogel-Billharziose, Hundsblattern und Wasserhibbeln bekannt. Ein Experte erklärt, was dahinter steckt und wie man sich davor schützen kann.

Auch bei starkem Juckreiz keinesfalls kratzen

Wenn die Haut nach dem Baden mit roten, juckenden Flecken übersät ist, kann dies auf eine Badedermatitis (Zerkariendermatitis) hinweisen.

„Eine Zerkariendermatitis kann zwar sehr unangenehm sein. Sie ist aber in der Regel völlig harmlos und heilt ohne Folgen ab“, erklärt Dr. Frank Meiß, kommissarischer Leitender Oberarzt an der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg, in einer Mitteilung.

Wie es darin heißt, sind bis zu acht Millimeter große, geschwollene Quaddeln auf der Haut typisch für eine ausgeprägte Zerkariendermatitis.

Die Rötungen können deutlich stärker jucken als ein normaler Mückenstich.

„Wichtig ist, dass die Stellen nicht aufgekratzt werden. Sonst kann es zu einer Entzündung der Wunde kommen“, so Meiß.

Nach einigen Tagen bilden sich kleine Verhärtungen, die normalerweise nach spätestens drei Wochen folgenlos abheilen.

Cremes für Mückenstiche und leichte Allergien können helfen, um den Juckreiz abzumildern. Wenn das nicht genügt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der kann unter anderem mit kortisonhaltigen Cremes und Antihistaminika helfen.

Larven verwechseln den Menschen mit Enten

Wie das Universitätsklinikum Freiburg erklärt, werden die Beschwerden durch Larven von im Wasser vorkommenden Saugwürmern, sogenannten Zerkarien, verursacht.

Diese gelangen aus Schnecken ins Wasser und bohren sich dann eigentlich in die Haut von Wasservögeln, wo sie weiter wachsen können.

Der Mensch ist laut den Experten ein Fehlwirt. Die Larven verwechseln ihn mit einem Wasservogel und sterben in der menschlichen Haut dann von selbst ab.

Heftige Reaktionen oft erst nach dem zweiten Baden

Häufig treten die Beschwerden erst beim wiederholten Schwimmen in Seen und Flüssen auf. Der Grund dafür ist eine allergische Reaktion im Körper.

Wenn die Larven das erste Mal in die Haut eindringen, entwickelt der Körper eine Abwehrreaktion, die nur schwach und verzögert ausfällt.

Etwa zehn Minuten nach dem Schwimmen kann es leicht kribbeln oder jucken. Die roten Stellen sind etwa zwei Millimeter groß und verschwinden innerhalb weniger Tage.

Erst beim zweiten Befall kommt es dann zu einer ausgeprägten Zerkariendermatitis. Denn dann reagiert die Immunabwehr schnell und sehr schlagkräftig. In solchen Fällen wird von einem Sensibilisierungsphänomen gesprochen, einer Art neu vom Körper gelernter Allergie.

Hilfreiche Tipps zur Vermeidung einer Zerkariendermatitis

Das Universitätsklinikum Freiburg hat einige Tipps zusammengefasst, die helfen, eine Badedermatitis zu vermeiden:

  • Vor dem Baden mit Sonnencreme oder anderen fetthaltigen Cremes einreiben
  • Flache und pflanzenreiche Uferbereiche meiden. Denn hier leben die Wasserschnecken, die die Zerkarien abgeben
  • Nach dem Baden schnell und gründlich abtrocknen
  • Badekleidung nach dem Schwimmen wechseln
  • Besondere Vorsicht bei Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius

Das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg hat in einem Faltblatt noch einen weiteren Hinweis: Achten Sie auf Informations- oder Warntafeln vor Ort und verzichten gegebenenfalls auf das Baden in betroffenen Gewässern. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.


Video: Zerkarien oder Ruderfußkrebse? (September 2022).


Bemerkungen:

  1. Finlay

    Das ist eine lustige Meinung

  2. Mekhi

    Urrrah! Neue Entdeckungen für die Massen. Lassen Sie ihre Nachfolge nicht für immer und ewig aufhören.

  3. Agrican

    Ich bestätige. Ich stimme allem oben Gesagten zu.

  4. Alba

    Wunderbare, sehr lustige Meinung



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