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Meditation als Medizin: Meditieren hilft erfolgreich gegen Schmerzen, Depression und Bluthochdruck


Meditation kann bei zahlreichen Erkrankungen helfen

In der fernöstlichen Kultur werden unsere Gedanken oft als umherstreifender Affe beschrieben, der ständig in Bewegung ist und von Baum zu Baum hüpft. Mit Meditationsübungen soll dieser „Affengeist“ besänftigt und gezähmt werden. Emotionen wie Angst, Wut, Spannungen und Stress lassen sich so kontrollieren. Doch die Meditation kann mehr als nur Emotionen lenken. Sie kann bei zahlreichen Erkrankungen und gesundheitlichen Beschwerden helfen, wie eine Expertin berichtet.

Die Mayo Clinic zählt zu den renommiertesten Krankenhäusern in Amerika. Längst hat die Klinik das heilende Potential von Meditationen erkannt und in den Krankenhausalltag integriert. Die Fitness-Expertin Maria Caselli berichtet, wie die Meditation bei zahlreichen, zum Teil schweren Erkrankungen helfen kann.

Meditation hat eine Chance verdient

Meditation wird hierzulande immer noch mit gemischten Gefühlen betrachtet. Für die einen ist es esoterischer Schnickschnack, für die anderen Teil einer Lebensphilosophie. Egal ob tiefere Gründe dahinter stehen oder nicht: Aus gesundheitlicher Sicht betrachtet ist die Meditation eine Entspannungsübung mit zahlreichen positiven Effekten für die Gesundheit, der man ruhig eine Chance geben sollte. Denn die Übungen können nahezu überall, mit wenig Aufwand und ohne Kosten angewendet werden.

Meditation kann bei Alltagsproblemen helfen

Stress, Angst, Schlafmangel, körperliche und seelische Belastung – solche Probleme schleppen viele Menschen täglich mit sich herum. Obwohl Stress ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen ist, wird dieser oft hingenommen und ertragen. Dabei bietet die Meditation eine einfache Praxis, die helfen kann, solche schädlichen Dauerzustände abzumildern.

Erste Ergebnisse zeigen sich schnell

Die ersten Reaktionen auf Meditationen beschreibt Caselli, die die Meditationsgruppe in der Mayo Clinic durchführt, folgendermaßen: „Den Menschen fällt schnell auf, dass sie nach einer Meditation eine verbesserte Stimmung haben, dass sie besser schlafen und dass sie ein besseres Gedächtnis und eine bessere Konzentration haben.“ Bereits wenige Minuten am Tag seien ausreichend, um Stress abzubauen.

Regelmäßige Meditationen können schwere Erkrankungen mindern

Wer die fokussierten Konzentrationsübungen regelmäßig anwendet, kann laut Caselli damit auch zur Bekämpfung schwerer Erkrankungen beitragen. „Die Herzfrequenz sinkt, die Atemfrequenz sinkt, der Körper beginnt mit der Reparatur und stößt einen Selbstheilungsprozess an”, so die Meditationsexpertin.

Jeder Mensch kann die Meditation erlernen

Obwohl die Wurzeln der Behandlung durch Meditation im Buddhismus liegen, brauchen sie für eine Behandlung nicht religiös zu sein. Es ist nicht nötig, an irgendetwas bestimmtes zu glauben oder in einer fremden Sprache zu singen, um einen Erfolg aus der Behandlung ziehen zu können.

Bewährte Anwendung

Aus dem Krankenhausalltag weiß Caselli, wie positiv sich Meditationsübungen auf die Patientinnen und Patienten auswirken. Die Entspannungstechniken sollen bei zahlreichen Beschwerden wie Angst, chronischem Schmerz, Depression, Herzkrankheiten, Schlafstörungen und Bluthochdruck helfen. Außerdem dient die Meditation dem Abbau von Stress und somit als Prävention von allen mit Stress verbundenen Erkrankungen. Wer eine Meditation ausprobieren möchte, kann auf zahlreiche kostenlose online Angebote und Apps zurückgreifen. (vb)

Wissenschaftlich belegte Wirkung

Die positiven Effekte einer Meditation sind mittlerweile bereits durch zahlreiche Studien belegt. Weitere Informationen finden Sie in folgenden Artikeln:

  • Studie: Eine kurze Meditation steigert die geistige Leistungsfähigkeit erheblich.
  • Depressionen: Meditation ist eine sichere Alternative zu Antidepressiva.
  • Meditation kann effektiv beim Abbau von Stress sein.
  • Meditation und Achtsamkeitsübungen lindern Diabetes.
  • Studie: Meditation hilft beim Einschlafen.

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek



Video: Depressionen auflösen. (Oktober 2021).